Schule für Logopädie am Malteser Krankenhaus St. Anna

Die Sprache und die Fähigkeit sich mitzuteilen, sind ein wesentliches Merkmal des Menschen - zudem ein wichtiges Element sozialer Identität in unserer heutigen Kommunikationsgesellschaft. Menschen ohne Sprache oder Stimme geraten allzu schnell ins gesellschaftliche Abseits; ihre soziale und berufliche Existenz ist bedroht. Kontaktschwierigkeiten und Vereinsamung sind häufig die Folge.

Logopäden gehören zur Gruppe der nicht-ärztlichen Medizinal-Fachberufe, die durch gezielte Behandlung die Kommunikationsfähigkeit von Patienten aller Altersstufen wiederherstellen oder verbessern. Ihre Tätigkeit umfasst die Befunderhebung, die eigenständige Planung und Durchführung der Therapie sowie Beratung und Prävention. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird die Therapie mit den Patienten ergänzt durch die Anleitung und Beratung der Eltern und anderer Erziehungspersonen (z.B. Lehrer, Erzieher).

Seit über 20 Jahren Logopädieausbildung in Duisburg

Seit 1996 bilden wir in unserer staatlich anerkannten Schule für Logopädie erfolgreich qualifizierte Logopädinnen und Logopäden aus. In drei Kursen absolvieren jeweils zehn Schüler die dreijährige Ausbildung. Die Vermittlungsquote unserer Absolventen nach dem Abschluss liegt bei 100 Prozent.

Informationen zur Ausbildung

Inhalte der Ausbildung

Der theoretische Unterricht umfasst 1.740 Stunden in den Fächern Anatomie, Physiologie, Pathologie, Kieferorthopädie, Chirurgie, HNO-Heilkunde, Phoniatrie, Logopädie, Stimmbildung, Sprecherziehung, Phonetik, Linguistik, Psychologie, Audiologie und Pädaudiologie, Elektro- und Hörgeräteakustik, Kinderheilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pädagogik, Sonderpädagogik, Soziologie, Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde.

Die praktische Ausbildung mit insgesamt 2.100 Stunden beinhaltet in den verschiedenen Störungsbildern Übungen zur Befunderhebung und Therapieplanung sowie die Beratung von Patienten und Angehörigen und die selbständige Durchführung von Behandlungen unter fachlicher Anleitung, die an der Schule für Logopädie stattfinden.
Daneben absolvieren die angehenden Logopädinnen/Logopäden während der 3-jährigen Ausbildung mehrere externe Praktika in klinischen Einrichtungen und logopädischen Praxen.

Ziel der Ausbildung

Die Ausbildungsteilnehmer sollen als Angehörige eines therapeutischen Berufs eigenständig die logopädische Befunderhebung, Therapie und Beratung bei Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörstörungen durchführen. Sie sollen in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt und auf dessen Verordnung hin in ihrem Bereich selbstständig und eigenverantwortlich tätig sein.


Dabei sollen sie Erwachsene, Jugendliche, Schul-, Vorschul- und Kleinkinder einzeln oder in Gruppen behandeln können. Die Ausbildungsteilnehmer sollen über ausreichende Erfahrungen und Fähigkeiten und über medizinische Kenntnisse, insbesondere über Arten, Formen, Auswirkungen aller Hör-, Sprech- und Sprachstörungen, verfügen. Sie sollen in der Lage sein, in Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten und Institutionen die zur Besserung und Heilung notwendigen weiterführenden Maßnahmen zu veranlassen.

Zugangsvoraussetzungen

  • Fachoberschulreife oder eine nach dem Hauptschulabschluss (mit Qualifikation) abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung
  • vollendetes 18. Lebensjahr
  • keine Eintragung im polizeilichen Führungszeugnis

Die Mehrzahl der Auszubildenen beginnt die Ausbildung nach dem Abitur oder nach der Fachoberschulreife oder einer abgeschlossenen Ausbildung in einem pädagogischen oder medizinischem Beruf. Durch ein Praktikum in einer sozialen, pädagogischen, medizinischen oder therapeutischen Einrichtung wird die Aussicht auf einen Ausbildungsplatz erhöht. Nach Vorlage der Bewerbungsunterlagen wird ein schulinternes Auswahlverfahren durchgeführt.

Beginn, Dauer und Abschluss

Die Ausbildung in einem Kurs mit jeweils zehn Teilnehmern beginnt jährlich zum 1. Oktober. Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre. Andere Zeiten der Aus- und Weiterbildung können nicht angerechnet werden. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung (Staatsexamen) ab.

Finanzierung und Förderung

Ein Schulgeld muss zurzeit nicht entrichtet werden. Im Einzelfall ist auch eine Umschulung mit Förderung durch die zuständige Arbeitsagentur möglich.

Informationsveranstaltungen für Bewerber/innen

  • Donnerstag, den 10.10.19
  • Donnerstag, den 21.11.19
  • Donnerstag, den 09.01.20
  • Donnerstag, den 20.02.20
  • Donnerstag, den 02.04.20
  • Donnerstag, den 14.05.20
  • Donnerstag, den 02.07.20
  • Donnerstag, den 20.08.20

Die Termine finden jeweils um 15.00 Uhr in der Schule für Logopädie statt. 

Hinweis: 
Jeweils eine Stunde vor und nach der Informationsveranstaltung bieten wir - nach vorheriger  Terminabsprache - einen kostenlosen Service zur Abklärung stimmlicher und artikulatorischer Voraussetzungen an. Bitte melden Sie sich sowohl für die Informationsveranstaltung als auch den Service an.

Bewerbung

Bewerbungsfrist: 30. Juni des jeweiligen Ausbildungsjahres

Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten:

  • Lebenslauf
  • aussagekräftiges Bewerbungsschreiben
  • Schul- und Ausbildungszeugnisse
  • evtl. Praktikumsnachweise
  • Lichtbild